#fitmedmarytravels - Wandern im Wettersteingebirge (Garmisch-Partenkirchen) - zwei Tage Auszeit mit Jonas

 

"Wandern... ey das ist doch was für Langweiler."

 

 

Denkste! 

Bei uns wird es nie langweilig, das wisst ihr ja bereits :-)  und so haben Jonas und ich uns entschieden, nach meinem Laufcamp in Grainau mit Sportscheck und ASICS noch zwei Tage im wunderschönen Wettersteingebirge dranzuhängen und die Gegend nicht rennend, sondern wandern zu erkunden.

 

Ein Traum!


 

 

Am Sonntag ging das Laufcamp mit einem "Long-Run"zu Ende. Für mich bestand dieser "Long-Run" aus 40km rund um den Eibsee.

Ok, wir mussten nicht nur drumherum, sondern vorher auch noch 4km dort hinauf, und danach 4km wieder herunter ins Hotel.

Wer viel und lange läuft, der weiß, dass solche bergab-Strecken einem wirklich den "letzten Rest" geben können.

 

Den allerletzten Rest.

 

Nun gut, ich hatte es mir ja so ausgesucht und anschließend habe ich mich auch mit Rhabarberschorle, Apfelkuchen und Espresso auf der Hotel-Terrasse belohnt :-)

Danach habe ich mir allerdings aber den Bademantel angezogen und das Hotelbett nicht mehr verlassen bis Jonas am Abend kam.

 

 

Wir hatten vereinbart, dass er sofort nach Arbeitsende seiner 4-Tagestour- durch Europa (für diejenigen, die es nicht wissen: er ist Pilot und ihr findet ihn auf diversen Social Media Kanälen unter @pumpingpilot) nach Grainau kommt und wir so in unseren Wander-Kurzurlaub starten.
Total kaputt hab ich also auf ihn gewartet, Kompressionssocken an, um die Regeneration der Waden wenigstens noch ein wenig zu fördern und war voller Vorfreude auf die Wandertouren der nächsten beiden Tage.

 

Montag sind wir ganz entspannt mit Frühstück im Hotel in den Tag gestartet. Da leider für den Vormittag schlechtes Wetter und Regen vorausgesagt war, haben wir uns entschieden die Zeit zu überbrücken und sind auf die "Harley-Days" nach Bad Tölz gefahren. 

 

Ja ihr habt richtig gehört.

 

Harley-Days.

 

Lacht nicht :-) 

Ich muss selber grad schmunzeln und hab mich auch gefragt was ich da mache, aber Jonas hat sich vor kurzem eine Harley gekauft und musste dort noch etwas "Feintuning" betreiben :) Also waren wir auf den Harley-Days. In Bad Tölz. Schön im Wanderoutfit, zwischen all den anderen in Lederkluft und langen Haaren.

 

Läuft!

 

Jonas konnte seine Teile organisieren und als wir mittags zurück in Garmisch waren, war der Himmel klar und die Sonne kam raus.

Also: aufi auf.Heute durfte ich die Route raussuchen: durch die Höllentalklamm hoch aufs Kreuzeck.
Eine konditionell nicht unanspruchsvolle, aber technisch einfache Wandertour.

Ausgangspunkt für diese Route ist der Wanderparkplatz in Hammersbach. Sollte er zumindest sein.
Wenn er nicht übervoll vollgeparkt wäre. Hmm... Auto also weiter weg abgestellt, viel weiter weg und flotten Schrittes den Weg zum Parkplatz zurückgelegt und dann in Richtung Höllentalklamm gestartet. Es war ja erst 1Uhr.

 

Mensch, wir hatten alle Zeit der Welt für eine Wanderung.

 

Nicht! Ich bin der Meinung: Lieber eher losgehen, als später in Hektik zu geraten, das ist am Berg nämlich nie gut.


Durch Wald und Wiesen geht es also hier, gleich von Beginn an, gut hinauf und nach ca 45min erreicht man die Höllentaleingangshütte.

Hier muss man zum Betreten der Klamm 3€ löhnen, für Alpenvereinsmitglieder nur 1€.


Von nun an geht es vorbei an hohen Felsen, tiefen Schluchten und vor allem ist es nass.

 

Von oben und von unten.

 

Daher besser Regenjacke und wasserfeste Schuhe einpacken, auch bei noch so schönem Wetter. 
Trittsicherheit sollte man mitbringen, jedoch sind alle Stellen gut abgesichert und man trifft auch, wie überall, den ein oder anderen Asiaten mit Sandalen, T-Shirt und natürlich Kamera. 

 

Nach einer guten weiteren Stunde erreicht man dann die Höllentalangerhütte. Eine ebenfalls vom DAV bewirtschaftete und gnadenlos übertrubelte Hütte mit ordentlichen Preisen. Aber klar, 90% der Klammwanderer haben diese Hütte als Ziel, da kann man für ein Speckbrot schonmal 10€ verlangen. Wir haben nur kurz was getrunken und sind dann weiter Richtung Kreuzeck. Stimmung hier: keine Bergidylle, eher Apres-Ski-Feeling.


 

 

 

Immer schön ansteigend passiert man nach weiteren 45min das Hupfleitenjoch als höchsten Punkt und macht dann wieder ein paar Höhenmeter wett und läuft langsam entspannt zum Kreuzeck. Hier kommt man nach insgesamt ca 4-5h Wanderung an.

 

Wer nicht zu spät dran ist, so wie wir, kann noch 2h ins Tal hinabwandern, wir mussten allerdings für 17€ die Talfahrt der Bergbahn nehmen, weil es schon 18 Uhr war und wir um 19.30Uhr zum Abendessen sein wollten.

 

Und, Achtung: die Kreuzeck Talstation liegt nicht in Hammersbach, dem Ausgangspunkt unserer Tour. Dahin fährt man allerdings nur 1 Station mit der Zugspitzbahn, welche direkt an der Kreuzeck-Talstation hält.

 

Fazit Tag 1:

schöne, aber in der Klamm überlaufene Tour mit mehreren, ebenfalls sehr touristischen Einkehrmöglichkeiten.

Gesamtgehzeit 4h bis Kreuzeck Bergstation, kann man aber auf 6h ausdehnen, indem man noch ins Tal wandert.

Ab Höllentalangerhütte bis zum Hupfleitenjoch hat man gigantische Ausblicke, welche nicht von weiteren Wanderern getrübt werden können, man ist nämlich fast allein.

 

Danach ging es, müde und kaputt, fix ins Hotel. Ich merkte die gerannten 40km des Vortages schon sehr und wir freuten uns wie verrückt aufs Abendessen.

Das Lokal können wir allerdings nicht empfehlen, daher hier keine weitere Erwähnung dazu.

 

Tag 2 sollte dann auch schon unser letzter Wandertag sein und aufgrund der Empfehlung eines Kollegens von Jonas war unser Ziel die Stepbergalm

 

Gestartet sind wir direkt in Garmisch, an der Almhütte

 

2h schnurstracks berghoch. 

 

Es war heiß. 

 

Es war steil. 

 

Meine Beine taten weh. 

 

Ich hab gejammert. 

 

Aber oben angekommen wurden wir mit der idyllischsten aller Almen belohnt und wussten spätestens jetzt warum uns diese Tour empfohlen wurde. 
Uns empfingen weite,grün saftige Almwiesen, frei grasende Rinder und Schafe und eine kleine, aber belebte Alm, abseits vom Tourismus der Höllentalklamm. 

 

 

Auf der gemütlichen Sonnenterrasse saßen Wanderer und Biker und genossen ihr Weißbier oder eine frische (!) Milch der nebenan stehenden Kühe

 

Herrlich!

 

Auch wir verweilten hier eine knappe Stunde, aßen Suppe und hausgemachten Kuchen und sappten anschließend über die Gelbe Gwänd wieder ins Tal. 

 

 

 

 

Dort angekommen nutzen wir das Kneipp-Becken zur Erfrischung und es war mehr als lustig im Storchengang durchs kalte Wasser zu treten... 

Hach ja, eigentlich wollten wir noch gar nicht wieder zurück nach München. Locker hätten wir noch ein paar Tage mehr dranhängen können, wie es ja immer ist.

 

Fazit Tag 2:

wunderschöne Tour mit fantastischem Blick übers Wettersteingebirge,

kurzer aber knackiger Aufstieg von 2h, der belohnt wird mit einer Alm, die ihresgleichen sucht. 

Sehr zu empfehlen! 

Gesamtgehzeit 4h, Startpunkt Almhütte Garmisch, den Wegweisern folgen.

 

Ich hoffe ich konnte euch hier einen kleinen Einblick in unsere beiden "Wandertage" geben und ich freue mich schon, demnächst noch einige Blogposts dieser Art folgen zu lassen.

 

Macht es gut,

 

eure Mary.

 

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