Ich bin eine TOUGH MUDDER - das Race am 25.09.16

 

 

 

 

 

Einmal wieder Jungfrau sein. Tough Mutter Jungfrau

 

Auf was hab ich mich da eigentlich eingelassen? Diese Frage geisterte die komplette Woche vor dem Rennen durch meinen Kopf. 

 

Warum? 

 

Wie das Rennen war und wie es mir erging, lest ihr hier.


 

 

Als die Anfrage reinkam, ob ich beim Tough Mutter starten will, war meine Antwort sofort klar: NEIN!

 

Obstacle Runs mit Schlamm und kaltem Wasser - nee das ist nix für mich..

 

Zufälligerweise hatte an diesem Tag aber meine liebe @ninamarleen eine sehr interessante Snapchat Story aufgenommen. Das Krafttraining fordere sie nicht mehr, sie wolle neue Ziele, zb. eine Tough Mutter Teilnahme. Nächstes Jahr irgendwann.

 

Hmm, mir kam dann plötzlich eine dumme Idee: Handy genommen, Nina bei WhatsApp geschrieben:

 

"Liebes, kannst du dir vorstellen in einer Woche einen Tough Mudder zu rennen?"

 

Sie: "ähm. Warum?"

 

... okay, nach kurzer Konversation war dann klar: Wir starten zusammen beim Tough Mudder am 25.09. in Wassertrüdingen.

 

Warum? Wussten wir selber nicht... 

Wir haben uns die Tage vor dem Rennen ca 128.000 mal geschrieben, was wir da eigentlich tun, warum wir das tun? Wir hatten einfach nur Schiss.

 

Dank einer hervorragenden Organisation des Marketing-Teams von TM, durften wir noch Tickets verlosen und noch mehr Leute in unserem Team starten lassen. Das war richtig cool und lies gemeinsam unsere Vorfreude steigen. Außerdem sicherte uns ASICS die Ausrüstung für das Event zu, wir waren also perfekt vorbereitet.

 

Und: es wartete noch ein Highlight auf uns, auf welches wir uns sehr freuten.

 

Wir durften bereits schon am Samstag anreisen und eine Nacht in einem Schloss nächtigen. Wer unsere Snaps an diesem Tag gesehen hat, der weiß Bescheid. 

 

 

Schloss Dennenlohe
Schloss Dennenlohe

Nina traf vor mir ein und nachdem sie kein wirklichen Eingang zum Schloss fand, erkundigte sie sich am Eingang des Schlossparks nach dem Hoteleingang.

Die Antwort der Schlosspark-Kassiererin: "Der Herr Baron macht gerade noch eine Führung. Sie müssen sich kurz geduldigen."

 

Nina dachte, sie sei im falschen Film und als ich diese Nachricht bekam, war ich nicht weniger baff. Das ging ja gut los.

 

Kurze Zeit später traf auch ich am Schloss Dennenlohe ein und wir bekamen Zutritt zum Schloss-Vorplatz durch ein riesiges Schwenktor.

Auf uns wartete: der Herr Baron. Nein, nicht in typischem altmodischen Schlossherrenoutfit, sondern in Gärtnerkluft. Denn der Herr Baron war gleichzeitig der Chefgärtner des riesigen Anwesens. Er führte uns eine Runde durchs Schloss, in welchem er mit seiner Frau wohnt  und zeigte uns unsere Zimmer.

Seit vergangenem Jahr vermietet er ein paar Zimmer, nur ab und zu, so wie es grad passt. 

Unsere Zimmer waren altmodisch, edel, aber dennoch urig gemütlich. Wie in einem richtigen Schloss. Handtücher und Bettwäsche mit dem Logo des Schlosses bestickt, alles knarzte und knurrte.

Nach einer kleinen Fotosession (diese Location mussten wir ja nutzen) ging es zum Abendessen und anschließend, nach ein paar Horrorgeschichten mit meiner Schwester Linah, Nina und ihrem Freund Thomas, ins Bett. 

Nein wir gingen nicht alle zusammen ins Bett. Wir erzählten uns Horrorgeschichten zusammen und gingen dann einzeln ins Bett - versteht sich :)

 

 

 

 

Der Schlosshund hatte das Posieren ziemlich drauf :)
Der Schlosshund hatte das Posieren ziemlich drauf :)
Danke @linahsophiee, dass du mich das ganze Wochenende begleitet hast.
Danke @linahsophiee, dass du mich das ganze Wochenende begleitet hast.

 

 

Am nächsten Morgen hatte der Herr Baron schon Frühstück für uns vorbereitet. Wir speisten in seinem Esszimmer, das kleine aber feine Frühstücksbuffet befand sich in seiner riesigen Küche und enthielt einige hausgemachter Schlossspezialitäten.

Warum können wir hier nicht ewig bleiben? Es war traumhaft schön!

 

Okay, jetzt aber zum eigentlichen Teil meines Artikels: dem Tough Mudder

 

 

 

 

 

Was ist der Tough Mudder? Eine weltweite Serie eines 16-18km langen Hindernislaufes. 

 

Für uns an diesem Wochenende: 18km mit 20 Hindernissen. Holy Moly.

 

Wenn du noch nie gestartet bist, bist du Jungfrau. Tough Mudder Jungfrau und erhälstanschließend im Ziel ein orangefarbenes Stirnband.

Mit mehreren Teilnahmen kannst du dir immer andersfarbige Stirnbänder erkämpfen, man erzählt, dieses Rennformat soll süchtig machen.

 

Ich bin mir da noch nicht so sicher.

 

In der Event-Area wimmelt es von Verrückten. Alle mit bunten Stirnbändern. Okay, die scheinen schon öfters teilgenommen zu haben. 

 

Nina, Thomas und ich werden starten, Linah übernimmt die Fotodokumentation und wir treffen uns mit unserem restlichen Team. 

Zwei Plätze haben wir via Instagram verlost und mit @juli_run und @gymtastik zwei Maschinen an Board geholt. Hinzukamen noch 6 weitere Bekannte und somit waren wir letztendlich ein toughes Team.

 

 

 

 

Nach dem gemeinsamen Einschwören mit den restlichen 200 Teilnehmern unserer Startgruppe, dass wir alle GEMEINSAM dieses Rennen absolvieren und jeder dem anderen hilft, ging es dann 9.20 Uhr auf die Strecke. 

 

Das 1. Hindernis nach 3km war, mit dem überqueren von ein paar Strohballen, noch wirklich harmlos. Doch so ging es nicht weiter. 

Relativ zügig wurden wir komplett nass. Durften komplett auf dem Rücken unter Bauzäunen hindurchtauchen3m hohe Mauern überwinden, in ein Becken gefüllt mit Eiswürfeln rutschen, Flüsse durchqueren und letztendlich noch eine kleine "Elektroschock-Therapie" über uns ergehen lassen, bis wir ALLE GEMEINSAM nach 3h super happy und erschöpft ins Ziel kamen und uns unser orangefarbenes Jungfrauen-Stirnband abholen durften. 

 

 

 

 

GESCHAFFT!

 

GEMEINSAM GESCHAFFT!

 

Ohne die Hilfe anderer, unmöglich. Die Hindernisse schafft man nicht allein. Nicht körperlich und auch nicht geistig.

 

 

 

 

Unser Team GEMEINSAM im Ziel.
Unser Team GEMEINSAM im Ziel.

 

 

Meine größte Herausforderung war der Elektroschock. Davor hatte ich wirklich Schiss. Juli und ich standen dann gemeinsam davor. Ohne groß zu überlegen haben wir einfach gesagt: bei 3 rennen wir los, durch dieses Hindernis voll mit Weidezäunen hindurch ins Ziel.

 

1-2-3- GO! 

 

Mein Gefühl danach: überwältigend! Für mich war der Laufpart weniger anstrengend, 18km renne ich relativ oft.

 

 

 

 

 

Über eine Strecke von 10m hing alles voller Weidezäune herab, durch die man hindurch musste.
Über eine Strecke von 10m hing alles voller Weidezäune herab, durch die man hindurch musste.
Mit Juli nach der Elektroschock-Therapie.
Mit Juli nach der Elektroschock-Therapie.

 

 

Der kleine Abenteurer in mir kam allerdings endlich mal wieder heraus. Sobald du einmal komplett mit Schlamm voll bist, ist dir alles andere egal.

Dann kannst du auch nochmal in den Schlamm und nochmal. 

 

Mein liebstes Hindernis: Der KING OF THE SWINGERS

Das Schwingen 3m über Wasser mit dem Versuch eine Glocke zu erreichen und schließlich ins Wasser zu fallen. So geil! Das hab ich gleich zwei mal gemacht! 

 

 

 

 

Falls ihr auch noch überlegt, mal an solche einer Herausforderung teilzunehmen: Traut euch!

 

Aber geht nicht ohne ein gutes Team und ohne Vorbereitung an den Start, es ist nicht zu unterschätzen.

 

Ob ich es wieder mache? Ich weiß es nicht. 

 

Wenn, dann auf Zeit. Der Tough Mudder ist eine Serie, bei der keine Zeit gemessen wird.

Teamwork lautet die Devise. Für mich war das eine wunderbare Erfahrung. 

 

 

Mein Herzensmensch Nina <3
Mein Herzensmensch Nina <3

Auf Ninas Blog, gibt es übrigens auch noch einen sehr ausführlichen Beitrag zu diesem Rennen mit ganz vielen Eindrücken und einer Erläuterung der Hindernisse. Hier reinschauen lohnt sich wirklich.

 

 

 

Lisa von @gymtastik hat unser Team-Abenteuer auf Video festgehalten :-) Witzig!

 

 

Sollte ich mich allerdings nochmal diesem Schlammabenteuer stellen dann will ich racen.

Es gibt nämlic noch andere OCR Formate, bei denen es hart auf hart darum geht so schnell wie möglich im Ziel zu sein.

Mal schauen ob es mich da in Zukunft auch nochmal hin verschlägt.

 

Für mich stehen jetzt erstmal die finalen 2 Wochen Examensvorbereitung und die letzten 5 Wochen Marathonvorbereitung an.

Zumindest bei letzterem kommt es nämlich auch darauf an, so schnell wie möglich im Ziel zu sein.

Und das obwohl ich auch hier noch Jungfrau bin. Marathon-Jungfrau.

 

 

 

*dieser Artikel erfolgte in Zusammenarbeit mit der TOUGH MUDDER GMBH und ASICS EUROPE

 

 

PS: direkt nach dem Tough Mudder ging es direkt auf die Wiesn! Danke an euch alle für das schöne und erlebnisreiche Wochenende.