Positive Vibes only - oder: Wie man aus vermeintlich negativen Situationen das Beste rausholt

 

 

 

Diesen Artikel verfasse ich um 6 Uhr morgens an Gate F26 des Flughafen Paris Charles de Gaulle.

 

Eigentlich wollte ich seit gestern Abend 22 Uhr in Montpellier, Südfrankreich sein.

 

4 Tage Kurzurlaub stehen auf der Agenda:

Sonne, Wein und nette Gesellschaft – das war der Plan. 

 

 


 

 

Jetzt: eine Nacht im Hotel, zu wenig Schlaf und zu viele nervige Menschen um mich herum.

 

Mein Flug von München nach Montpellier ging über Paris – 1,5h Umsteigezeit, das soll doch reichen. Dachte ich. Nicht jedoch wenn mal wieder schlechtes Wetter ist und Air France schon mit 1,5h Verspätung in München in Richtung Paris abhebt.

 

Bis zuletzt dachte ich: Okay,es wird ganz knapp. Aber: du schaffst es.

 

Die Realität dann in Paris am Airport: der Flieger nach Montpellier war weg. Nicht geschafft.

Service-Counter. Unfreundliche Franzosen. Let´s go.

Der nächste freie (!!) Flug nach Montpellier am Tag darauf um 14.50 Uhr – seriously? 20h später am Zielflughafen. Oh no.

 

Der Typ hinter seinem PC ungewillt mir irgendwie zu helfen: hier der Hotel-Voucher, hier das neue Ticket. Am Morgen würden auch zwei Flüge gehen, aber hey, wie sollte es anders sein, natürlich überbucht. Durch die ganze Standby-Fliegerei kenne ich das natürlich zur Genüge. Überall das Gleiche.

 

 

Worst Situtation. „Warum passiert das gerade mir?“

 

 Würdest du dir das in so einer Situation denken? Verzweifeln?

 

Ich möchte nicht lügnen, auch mir kamen diese Gedanken kurz. "Holy shit, ich hab doch nur 4 Tage, da fallen 20h Verspätung schon ordentlich ins Gewicht. Was soll ich tun?"

 

Nun ja, griesgrämig sein, Trübsal blasen, nicht so mein Ding. Ich pack die Dinge lieber an.

 

Dem Typi hinter seinem Schalter hab ich gesagt: "Ich will schnellstmöglich nach Südfrankreich. Schlag mir Alternativen vor."  Er: "Es gibt keine, Madame."  Er hatte einfach keine Lust. War ja auch schon 22 Uhr abends. Zeit fürs Bett.

 

Also: Lage selber checken.

 

Wann geht ein Zug?

Was sind alternative Flüge?

 

Kurz geschnackt mit Malte, den ich hier übrigens besuche, und der alle möglichen Verbindungen ratzifatzi gecheckt hat.

 

 

Option 1: Zug. Dauert nur 3h, geht morgen früh um 6Uhr. Aber: ausgebucht. Was wäre anderes zu erwarten gewesen? Auch der Zug  um 7Uhr und der um 9Uhr. Fällt also raus.

 

 

Option 2: Flug nach Marseille. Von hier sind es nur 1,5h nach Montpellier, der Flieger dahin geht um 7.20Uhr.

 

Ja und hier sitze ich jetzt, auf dem Weg nach Marseille. Hätte ich  mich auf den motivierten Mitarbeiter (klingt fast wie bei Bauer sucht Frau „der hastige Hühnerwirt Hubertus aus Haidkirchen“ :D ) verlassen, dann hätte ich wirklich einen Tag verloren. So ist es immerhin nur ein Abend.

 

Malte wird mich in Marseille abholen und wir werden den Tag nutzen Marseille zu erkunden und über die Küste zurück nach Montpellier zu fahren.

 

Could be worse, oder?

 

 

 

Was ich dir mit diesem Artikel sagen möchte: it´s all about the mindset.

 

Steckst du den Kopf in den Sand, so wirst du verlieren.

 

Pack die Probleme an, suche nach Lösungen, nach alternativen Wegen und verlasse dich nicht zu sehr auf andere.

Meine Eltern haben mir gelernt: Verlässt du dich auf andere, dann bist du verlassen.

 

 

Ich hätte einige Gründe gerade schlecht gelaunt zu sein. 4h Schlaf, ich sitze immer noch in Paris an einem dunklen kalten Gate, anstatt in Montpellier gerade aufzuwachen und mit einem Kaffee in den Tag zu starten.

 

 

Aber: Was bringt es mir?

Nichts. Außer schlechte Laune.

 

 

 

Dein Kopf bestimmt dein Handeln, dein Wohlfühlen, deinen Tag.

 

 

Probier es mal aus. Versuche über kleine Dinge hinwegzusehen. Sachen die dich stören anzupacken. Sei immer auf der Suche nach Lösungen, schon allein dieser Schritt bringt enorm viel Selbstsicherheit und Positivität.

 

Nimm Dinge nicht hin und schmolle. Ändere sie.

 

Du hast nur dieses eine Leben, mach das Beste daraus.

 

Nutze jeden Moment.

 

Sei glücklich.

 

 

 

 

Ich freu mich jetzt auf einen sonnigen Tag in Marseille und auf die kommenden Tage in Montpellier.

 

 

 

Bis bald, deine Mary.