Geld verdienen als Blogger - so gehts

 

 

 

 

Über Geld spricht man nicht. Oder doch?

 

 

Ein spannendes Thema, welches sicherlich einige von euch brennend interessiert:

 

 

Selbstständig sein als Blogger. Als Instagramer. Als Influencer.

 

 

Wie kommt es soweit und was gehört alles dazu?


 

Angefangen hat bei mir alles vor ca 2 Jahren. Ich hatte gerade eine sehr intensive und emotionale Trennung einer langen Beziehung hinter mir und habe Ausgleich im Fitnesstraining gesucht.

Mit meiner besten Freundin (Anna) habe ich wirklich jede Information über Training und Ernährung aufgesaugt und wir  waren natürlich auch bei Instagram angemeldet.  Anfangs wussten wir nichtmal was BCAA sind, haben uns Videos auf Instagram angeschaut und es so gemacht wie die bekannten Fitnessmodels.

Natürlich auch nebenbei selbst immer noch ein bisschen gepostet. Aber nur für uns. Als kleine Motivation weiter durchziehen. Aber dann kamen sie: die Follower. Die Leute, die es interessant fanden was wir tun und wie wir leben. Wie wir es mit der Medizin verbinden. Und da sind wir heute, aktuell bei 70.000 Abonnenten. Wahnsinn. 

 

 

Wie kam es dazu?

 

Ich habe in den letzten Wochen und Monaten viele Menschen über Instagram kennengelernt. Viele mit einer ähnlichen Reichweite wie ich, viele die davon leben. Viele, die damit angefangen haben "um berühmt zu werden". 

 

Dies war nie meine Intention.

 

Ich habe angefangen aus Spaß. Es war mir anfangs egal ob ich 300 oder 2000 Follower hatte.

Ich hab gepostet was ich wollte, wann ich wollte. Ohne gute Kamera, ohne Analyse-Tools. Und es hat funktioniert.  Es gab Menschen die sich für meinen Weg interessiert haben und es bis heute noch tun.

 

Ich wollte nie damit Geld verdienen, eine immens große Reichweite aufbauen oder "influencen".

 

Das kam halt so.

 

Klar habe ich mich über meine ersten Kooperationen gefreut. Freue mich heute noch über tolle Angebote, unendliche Möglichkeiten und tolle Bekanntschaften. Aber es war nie das Ziel.

 

Ich glaube das war und ist bis heute ein großer Vorteil von mir und meinem Kanal. Ich mache das Ganze weil es mir Spaß macht und viel ermöglicht. Aber nicht um berühmt zu sein oder zu werden. Was ist schon "Instagram-berühmt" -  das ist doch Käse :D 

 

Natürlich habe ich seither immer versucht meinen Kanal weiter zu optimieren, zu pushen und voran zu bringen. Aber nie mit dem Ziel davon zu leben oder eben berühmt zu werden. Leider wollen das so viele. Und bei den meisten Leuten merkt man es. Es ist so gezwungen, jeder will auf den Zug mit aufspringen. Sich verkaufen. Den meisten dieser Personen folge ich gar nicht mehr. Die Lebensfreude und der Drive fehlt. Man merkt das einfach.

 

Aber es nicht bei allen so: Nina (@ninamarleen), eine gute Freundin von mir - sie ist das beste Beispiel: weit über 100.000 Abonnenten und einer der sympathischsten Accounts die ich kenne. Bodenständig, lebensfroh, ehrlich und authentisch. So muss Instagram sein.

 

 

 

Was war deine erste Kooperation?

 

Vor knapp 1,5 Jahren wurde ASICS durch Instagram auf mich aufmerksam. Ich hatte damals ca 8000 Follower und bekam einen Anruf mit der Frage, ob ich nicht Lust hätte den Aufmacher für eine neue Kampagne mit ihnen zu shooten.

 

ASICS ?? OMG.

 

Seit Jahren Ausrüster der Triathlon-Nationalmannschaft in der ich war, mein Schuhschrank voll damit.  Da musste ich nicht zwei Mal überlegen und saß zwei Tage später im Flieger zum Shooting. Seither arbeiten wir sehr intensiv zusammen und ich könnte mir keinen besseren Klamotten/Schuh-Ausrüster vorstellen.

 

 

 

Wie kommt man allgemein an Kooperationen?

 

Möchte man seinen Instagram-Account vermarkten, so ist es erst einmal wichtig, dass man seine Mail-Adresse in seinem Profil stehen hat, bzw. sich einen Business-Account einrichtet. Nur so haben die Firmen einen Kontakt von euch. Seit ihr für Marken und potenzielle Kampagnen interessant, dann wird die Firma auf euch zukommen und kontaktieren, fragen ob ihr Lust auf die neue Produktvermarktung oder das nächste Event habt. Viele Firmen arbeiten auch über Agenturen, welche wiederum mehrere Brands betreuen. Seid ihr dort einmal in den Karteien gelistet, dann ist das meistens ein Selbstläufer.

 

 

 

Schreibst du auch manchmal Firmen an?

 

Wenn ich große Lust auf ein Projekt oder eine Idee habe, dann schreibe ich auch selbst Firmen an. Dies kommt jedoch eher selten vor. 

 

 

 

 

Ab wann bekommt man Kooperationen?

 

Hier ist wohl die Frage, wie eine Kooperation definiert ist.

Produkte geschenkt bekommt man schon relativ früh, das kostet die Firma ja fast nichts.

 

Eine zusätzliche finanzielle Vergütung gibt es meistens erst später. Ich hatte meine erste bezahlte Kooperation mit ca 28.000 Followern. Freunde von mir hatten sie erst mit 60.000, andere schon mit 10.000. Das ist sehr individuell. 

 

 

 

 

Wie verdient man denn nun eigentlich mit Instagram Geld?

 

Viele wissen bis heute nicht, dass man mit Instagram überhaupt Geld verdienen kann. Dies ist einer der häufigsten Fragen, die ich im Alltag (!!) gestellt bekomme. 

 

 

Instagram ist DIE moderne Werbeplattform schlechthin.

 

 

Firmen erreichen hier relativ günstig und treffsicher in der Zielgruppe viele Menschen. 

 

Als Blogger/Influencer kann man seine Follower analysieren (wie alt, woher kommen sie, männlich/weiblich...) und so können sich Marken genau die Blogger raussuchen die zu Ihrem Produkt passen. Der Influencer bekommt dann das zu vermarktende Produkt und berichtet darüber. Meist mit zusätzlicher finanzieller Vergütung.

 

 

 

Wie viel Werbung muss man machen?

 

Das ist sehr unterschiedlich. Viele viele Leute die Instagram betreiben wollen zwingend berühmt werden, Kohle schaufeln.

 

Eine seehr anstrengende Szene. 

 

Auf Events dreht es sich nur um dieses Thema. Es wird gegeiert nach Shoutouts, nach Fotos, nach Followern, nach Kooperationen. Immer das Gleiche. Immer genauso öde. Unbezahlt arbeiten an einem Stand auf der Fibo? Klar. Vielleicht werd ich ja entdeckt. Wenn nicht mache ich einfach 100 Fotos mit Stars und hoffe, dass eines repostet wird. Dann hab ich ein paar neue Follower. Oder ich shoutoute die Kollegin vom Stand nebenan, die ich nichtmal kenn und der ich nicht folge, die aber trotzdem mein "BAE" ist und das "Shoutout kommt von Herzen". ;-)

 

Je nachdem ob man davon leben muss/möchte und wie hoch der eigene Marktwert ist, muss man mehr oder weniger Werbung machen. 

 

Ich achte auf Authentizität und guten Content auf meinen Profilen und versuche nicht mehr als 20-30% aller Bilder als Werbeposts zu machen.

 

Ich habe hier den großen Vorteil, dass ich nicht angewiesen darauf bin über mehrere Jahre von meinen Social-Media-Aktivitäten zu leben.

 

Wenn mir eine Kooperation nicht gefällt, dann lehne ich sie ab.

 

Hinter jeder Werbung die ich poste stehe ich jedoch zu 100% und würde es auch empfehlen wenn ich dafür kein Geld bekommen würde. Dies ist allerdings nicht bei jedem so.

 

 

 

 

Was ist der Marktwert?

 

Der Marktwert bezeichnet, wie viel ein Werbebild auf deinem Kanal wert ist.

 

Dieser orientiert sich zu einem großen Teil an Followern + Engagement auf deinem Profil, aber auch an deinem Content und dem Charakter deines Kanals. 

 

Sprich: mit 80.0000 Abonnenten hast du einen höheren Marktwert als mit 20.000 Abonnenten. 

 

 

Dennoch kannst du deinen Marktwert maßgeblich selbst mit beeinflussen. 

 

 

Bist du eines von 400 Fitnessmodels, dann bist du leider leicht ersetzbar. Kommt eine Firma auf dich zu und möchte mit dir zusammen arbeiten, du aber ordentliche Preise hast, dann wird die Firma vermutlich einen von den 399 anderen nehmen, der günstigere Preise hat als du. Klar. 

 

Hebst du dich jedoch von den anderen ab, bist nicht so leicht ersetzbar, dann kannst du auch mehr verlangen, denn: neben dir gibt es keinen weiteren.Dein Marktwert steigt immens.

 

 

 

Wie schätzt du FITMEDMARY als Influencer-Kanal ein?

 

FITMEDMARY hat sich in relativ kurzer Zeit zu einer kleinen aber starken Brand entwickelt.

 

Der Name ist irgendwie Programm geworden und auch wenn es nie mein Ziel war, so hab ich diesen damals scheinbar relativ weise gewählt.

 

Ich bin sicherlich nicht der größte Kanal, dennoch habe ich eine solide Reichweite und versuche mit gutem Content weiterhin authentisch und lebensfroh zu bleiben. 

 

In der Kombination FITNESS + MEDIZIN + LIFESTYLE habe ich in meiner Reichweite aktuell ein Alleinstellungsmerkmal in Deutschland und sogar Europa.

 

Es gibt keine weitere (angehende) Ärztin, die ähnlich viele Menschen erreicht und das Gleiche wie ich vermittelt. Das nutze ich natürlich und lässt unumstritten meinen Marktwert steigen. 

 

 

 

Kann man von Instagram leben?

 

 

Insta-Geld ist schön und gut. Es ist gutes Geld.

 

Sehr gutes Geld.

 

Man kann davon leben, ja. 

 

 

Natürlich hängt dies wiederum ab von deiner Follower-Zahl und von deinem Marktwert. Viele meinen schon mit 20.000 Abonnenten, sie müssten möglichst schnell davon leben. Einige wollen es noch nicht mal mit 1 Mio. Followern. 

 

Ich kann immer nur von mir sprechen: es ist gutes Geld, aber ich möchte in der Zukunft mein "Hauptgeld" anders verdienen.

 

Die Preise für Werbefotos auf Instagram schwanken zwischen 0,01% und 1,5% der Followeranzahl umgerechnet in Euro. Pro Bild.

Je nach Marktwert. Wenn ihr euch das ausrechnet, dann wisst ihr grob was man mit Instagram verdienen kann. 

 

 

 

Wie viel Zeit muss man in die Pflege seines Kanals stecken?

 

Ebenso eine sehr häufige Frage.

Auch hier kann ich wieder nur von mir sprechen: viel Zeit.

 

Content-Planung, Content-Gestaltung. Fotos knipsen. Fotos bearbeiten. Texte schreiben. Mit euch interagieren.

 

All das frisst natürlich Zeit. Und somit relativiert sich auch das Geld, welches man pro Foto bekommt wieder etwas. Denn man ist eigentlich 24/7 im Business.

Hast du nebenbei noch einen Blog oder einen YouTube-Kanal, dann ist es nochmal mehr Arbeit. Versteht sich.

 

Ich würde sagen, dass ich aktuell 2-3h pro Tag in die Pflege meiner Social-Media-Aktivität stecke.

Vieles davon bereitet mir jedoch so viel Spaß, dass es sich gar nicht wie Arbeit anfühlt.

 

 

 

Muss man Werbung kennzeichnen?

 

Seit neuestem muss jeder Post, der in Zusammenarbeit mit einer Firma entstanden ist als "Werbung" oder "advertisement" gekennzeichnet werden. Das schafft mehr Transparenz für die Follower und ihr wisst immer sofort wo Geld oder Produkte dahinterstecken und wo nicht.

Ich finde das klasse.

 

 

 

Was wäre deine absolute Traumkooperation?

 

Die beste Frage zum Schluss: ein Sponsor meiner Weltreise oder eine Kooperation mit Mercedes. Ich bin absolut G-Klassen-verliebt.

 

 

Ich hoffe ich konnte dir hiermit einen kleinen Einblick in die Welt als selbstständiger Instagramer geben.

 

Ich freue mich auf deine Fragen oder Anregungen, 

 

Bis bald, deine Mary.

 

 

 

 

 

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Kommentare: 1
  • #1

    Laura und Jan (Samstag, 19 August 2017 19:13)

    Hey Mary,
    sehr guter Post! Wie viel und ob man Geld bekommt, ist wirklich sehr individuell. Es kommt auch sehr stark auf die Nische an, in welcher Sprache man veröffentlicht, wie viele Plattformen man bedient etc. Bei uns ist es so: Wir schreiben nur auf deutsch und sind eben in einer vergleichsweisen kleinen Nische (vegan im deutschsprachigen Raum) unterwegs, sodass wir keine riesige Reichweite "brauchen", um Kooperationen (gegen Geld) machen zu können (wenn wir wollen).

    Weiterhin viel Erfolg und liebe Grüße!