Dein Darm

Wie du vielleicht weißt ist dein Darm Teil deines Gastrointestinaltraktes, dem Teil deines Körpers, der die von dir aufgenommene Nahrung verarbeitet.

Wenn die Nahrung den Magen passiert hat gelangt sie durch den Dünndarm in den Dickdarm und später ins Rektum, von wo sie wieder ausgeschieden wird.

Soweit klar oder?

Der Dünndarm dient vor allem dazu die vorbearbeitete Nahrung in noch kleinere Stücke aufzuspalten.

Aus Eiweißen werden hier Aminosäuren, aus Kohlenhydraten wird Zucker und aus Fetten werden freie Fettsäuren und Monoglyzeride.

Diese Nährstoffe werden nun resorbiert (aufgenommen). Es verbleiben Nährstoffe welche nicht aufgenommen werden können und Wasser.

Im Dickdarm wird der Nahrungsbrei eingedickt, indem ihm Wasser und Salz entzogen werden.

Der Darm ist allerdings nicht nur dafür da die Nahrung zu verdauen sondern dient mit all seinen Immunzellen auch enorm wichtiges Immunsystem. Hier befinden sich ca 70% der Abwehrzellen des menschlichen Körpers und dieses Phänomen wird als „gut-associated lymphoid tissue“ (GALT) bezeichnet.

Leider vergessen viele Menschen immer wieder welchen Impact dieses Organ auf unseren Körper ausübt und wie sehr wir uns mit einem gesunden Lebensstil zu einem viel besseren Wohlbefinden verhelfen können.

Die Aufgaben deines Darms im Überblick:

  • Resorption von Nährstoffen durch enzymatische Auftrennung des Chymus (Sepisebrei)
  • Eindickung des Nahrungsbreis
  • Immunologische Aufgaben
  • Barrierefunktion als Schutz vor Bakterienund Fremdsubstanzen
  • Produktion von Vitaminen ( Folsäure, Laktoflavin, Vitamin B12, Biotin)

Nun stellen wir uns doch mal die konkrete Frage:

Warum leiden so viele Menschen an Verdauungsproblemen, chronischer Müdigkeit, schlechter Haut, Allergien und vielem mehr?

Meiner Meinung nach spielt hier der typische westliche Lebensstil eine nicht zu verachtende Rolle. (Anmerkung: Ich gehe hier ausdrücklich nicht auf mögliche andere Erkrankungen ein, die diesen Symptomen zu Grunde liegen können.)

Zu viel: fettes Essen, Alkohol, Softdrinks.

Zu wenig: Ballaststoffe, Obst, Gemüse, Bewegung.

Die Einnahme von Antibiotika zerstört nicht nur schädliche, sondern auch nützliche Darmbakterien. Das Chlor im Leitungswasser erledigt seinen desinfizierenden Job nicht nur im Wasser, sondern auch in deinem Darm.

Deine Darmflora gerät aus der Bahn.

Die Folgen:

  • chronische Müdigkeit
  • Erschöpfung
  • Stillstand bei der Gewichtsabnahme
  • Ständiges Kränkeln
  • Schlechtes Hautbild
  • Schlechter Schlaf und verzögerte Regeneration
  • Innere Unausgeglichenheit
  • Schlechte Verdauung (Diarrhoe (Durchfall), Meteorismus(Blähungen), Obstipation (Verstopfung))
  • Leaky-gut-Syndrom = der permeable Darm (Zerstörung der Oberfläche der Darmschleimhaut
  • Übersäuerung

Darmflora – was ist das? Prä-, Pro- und Synbiotika

Präbiotika (pre=vor, bios = Leben)

sind unverdauliche Nahrungsbestandteile, die von den Darmbakterien gerne gegessen werden. Durch dieses Bakterienfutter blühen die Darmkeime auf, wachsen und vermehren sich. Inulin, Pektin oder resistente Stärke zählen zu den bakterienfreundlichen Nahrungsbestandteilen.

Probiotika (pro=für, bios= Leben)

sind bestimmte Bakterien, welche in aktiver Form in den Darm gelangen und sich dort günstig auf die Gesundheit auswirken. Vor allem Milchsäurebakterien und Bifidobakterien gehören zu den Probiotika.

Synbiotika (syn =zusammen, bios=Leben)

Nahrungsmittel oder Nahrungsergänzungsmittel, welche sowohl Prä- als auch Probiotika enthalten. Sie haben den Vorteil, dass die probiotischen Bakterien bei ihrer Ankunft im Darm auch gleich was zu futtern haben. Dadurch werden die Startbedingungen für die Probiotika deutlich besser.

Was kannst du also tun? Wo setzt man an?

  • Ernährung

Wie ich oben schon erwähnt habe spielt die Ernährung eine Schlüsselrolle in unserer Darmgesundheit.
Versuche dich möglichst frisch zu ernähren und achte auf die Qualität deiner Lebensmittel.
Kaufe regionales und saisonales Gemüse, davon kannst du quasi gar nicht genug essen.

Hier bieten sich vor allem an:

grünes Gemüse (Spinat, Grüner Spargel, Brokkoli, Blattsalate, Wirsing)

farbiges Gemüse wie Karotte, Kürbis, Paprika, rote Beete

Kartoffeln, Fenchel, Tomaten, Kohl

Wildkräuter

Würzige Basenbildner wie Kurkuma, Pfeffer, Kümmel, Koriander, Zimt

Mineralstoffreiches Mineralwasser (und viel davon!)

Vielleicht hilft dir diese kleine Einkaufliste auch dabei, bei deinem nächsten Supermarktbesuch deinen Wagen etwas basicher zu füllen.

  • Bewegung / Aktivität

Auch eine regelmäßige Aktivität bringt deinen Darm auf Trab. Hierbei ist nicht gemeint, dass du jeden Tag 2h Joggen musst. Nein viel mehr ist hier wirklich „Bewegung“ gemeint.

Bewegeung die JEDER im Alltag umsetzen kann: nimm das Rad statt dem Auto, geh die Treppen statt den Aufzug oder spaziere am Abend eine halbe Stunde an der frischen Luft.

Ganz simple Dinge mit einer großen Wirkung.

Versuche dein Stresslevel zu reduzieren, denn auch Stress kann die Säurelast im Körper erhöhen.

  • Nahrungsergänzung / Darmreinigung

Leider ist es so, dass viel Nahrungsergänzung unserem Körper und vor allem unseren Darm eher schadet als hilft. All die künstlichen Zusätze sind teilweise so aggressiv, dass sie die Oberflächenbeschaffenheit deines Darmes erheblich schädigen können.

Versuche deshalb, dich ab und an möglichst „frei“ von allen Supplementen zu machen. Streiche bewusst alle Supplemente und fahr deinen Körper mal auf „Null“ zurück.

Ich führe jedes Jahr im Spätsommer/Herbst die Basenkur durch. Dies tue ich noch bevor die Erkältungswelle kommt und habe bisher nur gute Erfahrungen gemacht. Eine Basenkur hilft dir dabei, deinen eventuell übersäuerten Körper zu entlasten und wieder in ein ausgeglichenes Säure-Basen-Verhältnis zu bringen. 

Gegen Stress, Müdigkeit, Erschöpfung

Zur Unterstützung des Immunsystems

Für Leistung und zur besseren Regeneration beim Sport

Für Muskeln, Knochen, Haut, Haare und Nägel

Für einen erholsameren Schlaf

Ergänzend bei Diabetes

Ich nutze hier seit Jahren BasenCitrate Pur welches mit 360mg Magnesium, 20ug Vitamin D3, 260mg Calcium, 600mg Kalium und 5mg Zink ein gut balanciertes Basenprodukt komplett ohne Zusatz –und Konservierungsstoffe darstellt.

Wusstest ihr, dass eine Übersäuerung des Körpers auch als sogenannte „Säurebremse“ Grund für einen Gewichtsstillstand bei Diäten sein kann?

Vor allem in Diäten, in welchen viel Protein gegessen wird und die Nahrungsaufnahme und Lebensmittelvielfalt sehr reduziert bzw eingeschränkt ist, fällt der Körper leichter in einen sauren Zustand. Auch hier helfen basiche Präparate um den Abnehm-Prozess wieder in Gang zu setzen.

Was ich dieses Jahr jedoch das erste Mal ergänzend probiere ist eine Darmkur. Hierüber habe ich schon lang nachgedacht, es jedoch noch nie in Angriff genommen. Mein Ziel war es vor allem

1.Eine etwaige Übersäuerung auszugleichen

2.Mein Hautbild zu verbessern

3.Meinen Alltagsstress zu puffern. 

In Zusammenarbeit mit MADENA habe ich also die letzten drei Wochen jeweils morgens und abends einen Messbecher DARMKUR sowie einen Messbecher Basencitrate eingenommen.

Die MADENA DARMKUR trägt zu einer normalen Darmfunktion bei und unterstützt eine gesunde Darmflora.

Inhaltsstoffe

Inulin als pflanzliches Präbiotikum

Pektin als pflanzliches Präbiotikum

Resistente Stärke als pflanzliches Präbiotikum

Bakterienkulturen:

Lactobacillus plantarum

Lactobacillus gasseri

Lactobacillus rhamnosus

Lactobacillus casei

Bifidobacterium animalis subsp. Lactis

Bifidobacterium breve

Inulin führt zu einer verbessersten Darmfunktion mit ggf. erhöhter Toilettenfrequenz.

Inulin, Pektin und Stärke tragen zu einer ausreichenden Versorgung mit Ballaststoffen bei.

Pektine wirken sich zusätzlich positiv auf den Fettstoffwechsel (Cholesterinwerte) im Blut und können den Blutzuckeranstieg nach Mahlzeiten reduzieren.

Ich habe also die vergangenen drei Wochen wirklich regelmässig beide Präparate eingenommen und nun ist die Frage:

Hat sich sichtbar/merkbar etwas verändert?

Eine messbare Veränderung ist, dass sich mein pH-Wert deutlich nach oben verschoben hat. Dank der mitgelieferten pH-Teststreifen konnte ich vor Beginn meinen Ist-Zustand evaluieren und ich war tatsächlich leicht übersäuert. Man misst hier für 3 Tage fast jedes Mal wenn man zur Toilette geht mit einem Harn-Teststreifen seinen pH Wert und optimalerweise sollten 50% der Werte zwischen einem pH Wert von7 und 8 liegen. Ich habe selten 7 erreicht. Nach den drei Wochen bin ich regelmässig auf einem Wert von 7 angekommen.

Leider ist dies jedoch die einzige messbare (!) Veränderung. Alle anderen sind subjektiv.

Mein Hautbild hat sich deutlich verbessert. Hier arbeite ich jedoch mit verschiedenen Ansätzen, und die Darmkur bildet hierbeidie Basis. Meine Unreinheiten sind deutlich zurück gegangen.

Konnte ich meinen Stress puffern? Ich denke dies kann ich nur sehr schwer einschätzen und würde das wieder auf Punkt 1 zurückführen. Da Stress ja bekanntlich übersäuert und ich weniger sauer bin, denke ich also schon, dass dieser Punkt positiv belegt wurde und ich meinen Stress puffern konnte.

Ich schreibe diesen Artikel zu einem Zeitpunkt, zu welchem ich die Darm- und Basenkur für drei Wochen durchgeführt habe. Für maximale Erfolge sollte man die Präparate jedoch für 2-3 Monate einnehmen und dies werde ich auch tun und bin auf den weiteren Verlauf gespannt.

Wusstet ihr, dass ein ausgeglichener Säure-Basenhaushalt und die Einnahme von Basenpräparaten auch eure Regeneration im Sport beschleunigen kann?  Hier gibt es Studien, welche belegen, dass mit der Einnahme dieser die Säurekonzentration in der Muskulatur nach der sportlichen Belastung viel weniger ansteigt.
(Street 0 et al: Metabolic alkalosis reduces exercise-induced acidosis and potassium accumulation in human skeletal muscle interstitium. J Physiol 2005;566.2:481-489)

Habt ihr weitere Fragen dazu? Stellt sie mir gern unter diesem Artikel.Ich würde mich auch über eure Erfahrungen zu diesem Thema freuen.

Eure Mary.


1 comment

  1. Hallo,
    man hört ja viel von Basenkuren und ich bin etwas unschlüssig. Empfiehlst du Basenkuren auch aus ärztlicher Sicht? Ich habe dazu ein paar Fragen:
    Wie meinst du den Bezug zum Harn- ist dieser als Ausscheidungsprodukt nicht physiologischerweise sauer bis schwach basisch? Und ist eine „Übersäuerung“ des Körpers nicht eigentlich ein intensivmedizinischer Notfall? Der Körper hat doch eigentlich eigene Puffersysteme, mit denen er den pH Wert in entsprechenden Kompartimenten einstellt.
    Die zitierte Studie zeigt ja einen kleinen Effekt, aber ist der für die allgemeine Bevölkerung repräsentativ?
    Würde mich super über eine Antwort freuen.
    Vielen Dank und viele Grüße,
    Sophia

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