Gesundheit durch Laufen - stimmt das wirklich?

 

 

Laufen ist gesund.

 

Laufen macht fit.

 

Laufen hilft bei Depressionen.

 

Was ist dran? Ist Laufen wirklich so gut wie es immer scheint oder macht es in Wirklichkeit nur kaputte Knie?

 

 


 

Wie ihr wisst laufe ich schon relativ lang. Mal mehr mal weniger, aber ich laufe.

 

Meinen ersten Lauf hatte ich im Alter von ca 10 Jahren. Wir hatten damals als Alternativtraining im Schwimmverein, eine Stunde Athletiktraining pro Woche. Und ich war sooo unfit. Im Schwimmen war ich gut. Laufen konnte ich nicht. Irgendwann habe ich mich dann entschlossen meinen ersten Triathlon zu probieren. Damals noch auf der Jugend-Distanz von 400m Schwimmen- 10km Radeln - 2,5km Laufen. Ich bin als erste aus dem Wasser gestiegen, musste aber auf den wenigen  hundert Metern in die Wechselzone schon gehen. Ganz zu Schweigen vom abschließenden Lauf über 2.5km. Es war eine Qual. 

 

Und so zog es sich eigentlich durch meine ersten Jahre als "Triathletin". Während ich beim Schwimmen und Radeln immer vorn dabei war oder sogar als erste vom Rad stieg, so verlor ich beim Laufen einige Plätze, musste gehen. Ich fand es einfach ätzend.

 

Ich blieb aber dran. Ich wusste, dass ich Potential hatte, wenn ich nur endlich lernen würde zu laufen. Und ich rannte und wurde besser. Es folgten bessere Zeiten im Training, bessere Zeiten im Wettkampf,  nationale Podiumsplatzierungen, internationale Wettkämpfe.

 

Ich lernte endlich laufen.

 

Und ich liebe es bis heute.

 

 

 

In den vergangenen Jahren habe ich versucht jede Woche mindestens einmal zu laufen. Bis zum Juni 2017.

Ich wollte wieder ein Ziel vor Augen haben, nachdem ich die letzten Jahre nur "just for fun" gelaufen bin  und setzte mir den Halbmarathon am Tegernsee als solches. Ich lief wieder strukturierter und öfter und länger und eines Abends ging es so gut, dass ich bereits nach ein paar Wochen Lauftraining einen Halbmarathon im Training lief. Okay. Ziel erreicht. Ein neues musste her.

 

Marathon? Marathon!

 

Wer mich kennt, der weiß, dass ich da nicht zwei Mal überlegen musste. Dank glücklicher Umstände bin ich an Tobi geraten und er hat mich auf meinen ersten Marathon vorbereitet. Während unserer gemeinsamen Vorbereitung korrigierten wir unser Ziel sukzessive von "einfach finishen" über "Zielzeit 3:30h" zu "Zielzeit 3:20h"... Puh. Erster Marathon 3:20h?  "Tough" dachte ich mir. Und das bin zu dem Zeitpunkt als der Startschuss fiel. Aber dann lief ich einfach. Ich wusste, dass ich laufen KANN. Und laufen will.

Bis zu km 37 ging das auch relativ gut, dann kam der "Mann mit dem Hammer". Aber: ich rettete mich ins Ziel. 3:13h stande auf der Uhr und mir sind die Tränen geronnen.

 

Happy! Glücksgefühle! Endorphine!? Stolz! Nie wieder ohne Laufen!

 

 

 

Laufen macht glücklich

 

Laufen macht glücklich. Da sind wir uns einig. Oder zumindest die meisten von uns.

Sicherlich ist es zwischendurch anstrengend. Wir fragen uns warum wir raus in die Kälte sind, anstatt daheim auf dem Sofa zu sitzen. Warum wir im Regen laufen oder gar im Dunklen. Auch ich frage mich das oft. Spätestens aber, wenn wir von unserem Run an der frischen Luft zurück kommen, dann wissen wir was wir getan haben. Wir fühlen uns gut. Wir sind erschöpft, aber glücklich. 

 

So einig wie wir uns über die "post-running-happiness" sind, so umstritten ist dieses Thema in der Wissenschaft. Verschiedene Therorien existieren, warum Laufen nun glücklich machen sollte, keine ist wirklich bewiesen. Während man jahrelang von Endorphinen sprach, so sind heute eher Endocannabinoide das Stichwort.  Körpereigene Substanzen, die dich in einen rauschähnlichen Zustand versetzen, ähnlich wie es Drogen tun. 

Eine weitere Theorie ist die Erhöhung der typischen "Glückshormone" wie Serotonin, Adrenalin und Dopamin.

 

Diese werden bei sportlicher Aktivität vermehrt ausgeschüttet und steigern unser Wohlbefinden. 

 

Endorphine hingegen sind eigentlich eher typische Schmerzstiller, welche helfen, dass man den Marathon im Rausch relativ schmerzfrei übersteht. 

 

 

 

Laufen gegen Depression

 

Der Winter-Blues. Draussen ist es dunkel, Du kommst von der Arbeit heim und es ist kalt und nass. Eigentlich hast du keine Lust auf gar nichts. Chillst dich aufs Sofa, hängst ab. Wo es eben noch 17 Uhr war, so ist es jetzt schon 21 Uhr. Gemacht hast du jedoch noch nichts.

 

Mein Tipp:  Schnüre sofort die Laufschuhe!

 

Wenn möglich fahre gar nicht erst nach Hause, sondern gleich zum Lauftreff, ins Fitnessstudio oder laufe gar direkt von der Arbeit los.

Der Vorteil: du kommst gar nicht erst in Versuchung daheim sitzen zu bleiben.

 

Auch hier spielt der Punkt der Opiat-Ausschüttung eine wesentliche Rolle. Und auch die Übertragung von Neurotransmittern, welche bei Depressiven oft verlangsamt ist, geht dank des Laufens schneller wieder von statten. 

 

Durch den erhöhten Blutfluss erreicht mehr Blut schneller das Gehirn.

Der Vorteil: auch Medikamente die man gegen die Depression einnimmt landen schneller dort wo sie ankommen sollen. 

 

 

 

Laufen trainiert Muskulatur und Herz 

 

Wusstest du, dass du beim Laufen nicht nur deine Skelettmuskulatur, sondern auch deine Herzmuskulatur trainierst?

 

Ja, dein Herz ist auch ein Muskel und bei jeder sportlichen Betätigung wird dieses gleich mittrainiert. Schnürst du also einmal deine Laufschuhe und begibst dich auf den Asphalt oder in den Wald, so führst du also wirklich ein sofortiges Ganzkörpertraining aus.

Beine, Po, Rumpf, ja sogar Schultergürtel und Arme werden trainiert. Und eben auch dein Herz.

 

Du wirst fitter, merkst wie dir kleine Aufgaben im Alltag einfacher fallen, du weniger schnaufen musst als deine Kollegen beim Treppen steigen und du einfach rundum vitaler bist.

 

 

 

Laufen bringt dir Erfolg

 

Wusstest du, dass sportliche Betätigung in einem ganz engen Zusammenhang mit mentaler Leistungsfähigkeit steht?

 

Die erfolgreichsten Menschen sind meistens sportlich aktiv.

 

Wer läuft, der ist motiviert, zielstrebig, weiß es zu kämpfen und vor allem etwas für sich zu tun. Dies spiegelt sich in nahezu allen Lebenslagen wieder. 

 

Beispiel: Du startest noch vor der Arbeit mit einem Early-Bird-Run in den Tag. Während des Aufstehens denkst du dir bei den ersten Malen noch: "Warum tue ich mir das an?" Aber du wirst dich dran gewöhnen, ich verspreche es dir.

 

Und auch wenn das Laufen schwer fällt, vielleicht sogar schwerer als am Abend, du noch müde bist.

 

Zieh es durch.

 

Denn sobald du das Laufen beendet hast, startest du um einiges bewusster in den Tag. Du kannst entspannter zur Arbeit gehen oder in die Schule, denn du weißt: du hast heute schon etwas für dich getan. Dich bringt so leicht nichts mehr aus der Ruhe.

 

Nicht umsonst hat sich das "early-birden" zu einem riesigen Trend entwickelt. Immer mehr Menschen rennen morgens durch Städte und Parks. Und posten es danach unter dem #earlybird. Eh klar :)

 

Sicherlich gibt es noch viel mehr positive Effekte, die das Laufen mit sich bringt. Was fällt dir denn spontan ein?

 

... nächsten Freitag kommt dann auch schon Teil II zum Thema "Gesund durch Laufen".

 

 

Ich wünsche dir ein schönes Wochenende,

 

deine Mary.

 

*dieser Artikel entstand in Kooperation mit CUPONATION im Rahmen der Kampagne #mystorymynikes und enthält Produktplatzierungen

Ich trage die Nike Aero Loft Jacke, die Nike Speed Lauf Tights, die Nike Lunar Epic Low Flyknit und das Nike Pro Stirnband.