Ihr Lieben,

irgendwie ist es mal wieder an der Zeit euch zu berichten, was es neues in meinem Leben gibt.

Ihr seht viel auf Instagram, aber doch überhäufen mich täglich fragen zu meinen sportlichen Zielen dieses Jahr, meinem Job, meinem Leben.

Die letzten Wochen waren ziemlich chaotisch, voll gefüllt mit Arbeit, Training, Reisen.
Langsam kehrt etwas mehr Ruhe ein, es war  letzte Woche ein Sonntag, wie es ihn lang nicht gab: ich konnte endlich mal wieder ausschlafen und so in den Tag starten wie ich es wollte.

Manchmal vermisse ich die Studentenzeiten, wo es egal war welcher Tag gerade ist. Haha. Dennoch möchte ich aktuell nicht tauschen, mit niemanden. Ich bin in meinem Job, mit meinem Training, meinem Privatleben so erfüllt und zufrieden wie ich es lang nicht war.

Die zweite hartnäckige Erkältung des diesjährigen Winters ist überstanden und ich bin seit ca. 3 Wochen wieder im Training. Das Radeln läuft bombastisch und ich bin ehrlich: in diese Disziplin investiere ich aktuell am liebsten Zeit und Energie. Die Berge rund um den Tegernsee sind herrlich und werden alle nach und nach erkundet. Es fetzt total hinauf zu schwitzen, am Bergsee einen Kaffee zu trinken und anschließend wieder hinab zu düsen. Auch wenn ich mit Matthias nicht immer mithalten kann, jemanden zu haben, der die gleichen Leidenschaften teilt ist so viel Wert. Meistens habe ich dafür keine Worte.

Und damit kommen wir auch schon zum Punkt: Triathlon.

Im Herbst letzten Jahres haben Matthias und ich uns das erste Mal darüber unterhalten. Sein Ziel ist es schon lange, einen Triathlon zu finishen. Meines ist es schon lange, in den Sport, der meine Jugend so stark geprägt hat, wieder zurückzukehren, die längeren Distanzen auszuprobieren und einfach Spaß zu haben.
Während ich bis zum Beginn meines Studiums Athletin der Triathlonnationalmannschaft war, so hab ich während des Studiums viele andere Sportarten ausprobiert: Tennis, Fitness, Bergtouren, Marathon. Irgendwie war alles dabei und doch hängt mein Herz beim Ausdauer-Dreikampf. Jahrelang bin ich mit meiner Trainingsgruppe und meiner Familie durch Deutschland und Europa getourt um diesen tollen Sport auszuüben.

Was mir die letzten Jahre jedoch gefehlt hat: ein Mensch der gemeinsam mit mir das zeitintensive Training anpackt, der Verständnis dafür hat, dass man nach einem langen Arbeitstag noch aufs Rad steigt und das Wochenende mit einem Lauf einläutet.
Als ich das erste Mal mit Matthias über dieses Thema gesprochen habe, war uns beiden relativ schnell klar, dass wir unser gemeinsames Ziel 2018 in Angriff nehmen. Wir haben durch die Wettkampfkalender geschaut und festgelegt, dass wir am 01.07. beim Tegernsee Triathlon (Olympische Distanz) und am 31.8. bei der Mitteldistanz (Halb-Ironman) in Podersdorf an den Start gehen werden und darum herum noch ein paar kleinere Wettkämpfe planen.

Unser Ziel: möglichst schnell sein und doch den Spaß nicht verlieren. Und vor allem unser Trainingsprogramm möglichst gut in den Arbeitsalltag integrieren.

Ich müsste lügen, wenn ich abstreiten würde, dass ich nicht mit Treppchenplätzen liebäugele. Aber das wird sich zeigen und liegt nicht allein in meiner Hand. Möglichst schnell schwimmen, möglichst schnell radeln und den Halbmarathon unter 1:30h laufen, das ist das Ziel für den 31.08. Und erfordert definitiv noch ein paar harte Trainingssessions. But: Let´s do this. 

Apropos Arbeitsalltag: Wie sieht der denn so aus? 

Wie ihr wisst, habe ich mich während meines Praktischen Jahres gegen die Plastische Chirurgie und für die Dermatologie entschieden.
Jetzt, knapp 4 Monate nach Arbeitsbeginn kann ich sagen, dass es die beste Entscheidung für mich war.

Ein unglaublich interessantes konservatives Spektrum gepaart mit tollen Operationen und etwas Ästhetik. Genau die Kombi, die ich mir gut für mein restliches Leben vorstellen kann.

Eigentlich wollte ich gar nicht direkt nach dem Examen anfangen zu arbeiten, noch ein paar Monate reisen, die Zeit nutzen um meine Doktorarbeit zu beenden, die Welt sehen und danach zum arbeiten in die Schweiz gehen. Drei Arbeitsverträge hatte ich für chirurgische Stellen daheim auf dem Tisch liegen.
Und doch kam es anders: wie immer im Leben. Meine Mama sagt immer: „Leben ist das was passiert, wenn du eigentlich etwas ganz anderes geplant hast.“ So ist es.

Ich wusste irgendwie, dass ich mich langfristig nicht in der Chirurgie sehe und die Dermatologie hat für mich immer mehr an Reiz gewonnen. So habe ich mich auf eine Empfehlung auf eine Weiterbildungsstelle in der Derma am Tegernsee beworben. Ich hatte zu diesem Zeitpunkt keine weitere dermatologische Bewerbung abgeschickt, wollte ja eigentlich noch warten bis zum Berufsstart. Nach dem Vorstellungsgespräch wusste ich aber: hier will ich beginnen zu arbeiten. Ein wahnsinnig tolles Team, ein breites dermatologisches Spektrum, tolle Möglichkeiten. Let´s do this.

Und so bin ich seit Anfang des Jahres hier und genieße eine tolle Ausbildung. Meine Lern- und Erfahrungskurve steigt exponentiell, nicht zuletzt durch eine fast 1:1 Weiterbildung durch meinen Chef und Professor. Voraussichtlich werde ich bis Sommer 2019 am wunderschönen Tegernsee bleiben und anschließend meine Weiterbildung zur Fachärztin in einer Klinik fortsetzen.

Ja, soviel dazu. Was steht noch auf der Agenda? Seit Jahren träume ich von einem Aufstieg aufs Matterhorn. Auch diesen Traum wollen wir uns diesen Sommer erfüllen und ich kann euch gar nicht sagen wie aufgeregt ich bin!

Weiterhin arbeite ich mit Matthias an unserem gemeinsamen Projekt Doctor Aesthetics, welches sich zu einer großen Herzensangelegenheit von uns entwickelt hat.
Wir haben festgestellt, dass viel zu wenig Menschen wirklich über ihre Krankheiten aufgeklärt sind. Ärzte haben zu wenig Zeit, Informationen für Patienten fehlen.
Deshalb wollen wir meine bereits vorhandene Reichweite nutzen und Klarheit schaffen über Krankheiten, welche unsere beiden Fachgebiete betreffen. Die Schnittstelle aus der Plastischen Chirurgie und der Dermatologie ist die Ästhetik, so entstand der Name. Wir hätten niemals, innerhalb solch kurzer Zeit, mit so einer großen Resonanz gerechnet und werden alles dafür tun dieses Projekt weiter mit Leben zu füllen und voran zu treiben.

Bleibt noch ein weiterer Punkt, mit dem ich mich derzeit oft auseinander setze: meine Doktorarbeit. Hier stellt ihr immer wieder sehr interessierte Fragen: Seit 2015 forsche ich experimentell am Partikelabrieb von Endoprothesen. Die Laborstudien sind abgeschlossen, die Statistik liegt vor. Ich muss noch fertig schreiben.
Neben einem Vollzeitjob als Ärztin und einem Teilzeitjob als Bloggerin und Sportlerin nicht immer ganz so easy, aber es geht voran und so sollte auch dieser Teil innerhalb der nächsten Monate abgeschlossen sein.

So, thats it. Ihr seid auf dem neuesten Stand und ich auf dem Weg zu einer schönen Rad-Lauf-Koppeleinheit.

 

Eure Mary.

 

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