Um dir zur sagen wie oft ich schon nach Mallorca gereist bin, müsste ich erst einmal überlegen. 9 mal? Es war jedenfalls oft.

Vor wenigen Monaten haben wir entschieden dieses Jahr einen IRONMAN (Triathlon Langdistanz) zu absolvieren. Kurz darauf musste eine Entscheidung her, wann und wo wir einen ordentlichen Trainingsblock setzen können.
Du musst wissen: im Alltag trainieren wir zwar schon „viel“ – so scheint es zumindest für Außenstehende. Im Verhältnis zu anderen (Langdistanz-) Triathleten jedoch wahrlich wenig.

Ein Trainingslager nutzt man also deshalb vor allem um für einen kurzen Zeitraum von 7-14 Tagen einen sehr hohen Trainingsreiz zu setzen. „Eine bewusste Überlastung für einen kurzen Zeitraum“ –  so unser Trainer.

Als wir uns also fragten wohin wir dieses Jahr (uns blieb nur Ostern als Zeitraum) reisen sollten um Urlaub und Training miteinander zu verknüpfen sagten wir beide sofort: MALLORCA. Ich war schon unzählige Male hier, Matthias hat mal hier gelebt – beste Bedingungen für eine unkomplizierte Reise.

Im kommenden Artikel möchte ich dir ein wenig erzählen, wie wir unseren Urlaub verbracht haben und welche Plätze uns (radfahrerisch) begeisterten.

Einen weiteren Mallorca-Artikel von mir findest du HIER.

An-/Abreise nach Mallorca:

Wir sind ab München geflogen und achten immer darauf beim Hinflug einen möglichst frühen Flug und beim Rückflug einen möglichst späten Flug zu buchen. Diese sind zwar oft teurer, man gewinnt aber fast 2 ganze Tage. Flüge nach Mallorca beginnen bei ca. 70€.

Vom Flughafen ins Hotel haben wir einen Shuttle über Transunion gebucht. Eigentlich relativ unkompliziert, da jedoch sehr viele Hotels angefahren werden ziemlich langwierig. Eigens mitgebrachte Radtaschen müssen außerdem vor Ort noch zugebucht werden, so dass man sich preislich nicht viel gegenüber einem Mietwagen (bei Aufenthaltsdauer von 7-10Tagen) spart und mit Zweiterem weitaus schneller unterwegs ist.

Fazit: nächstes Mal Mietwagen.

Hotel:

Hier haben wir uns aufgrund verschiedener Empfehlungen für das Ferrer Janeiro in Can Picafort entschieden. Triathlon-Hotels mit eigenem Pool gibt es auf Mallorca einige (z.B. Viva Blue Alcudia, Iberostar Playa de Muro, Portblue Pollentia, Hotel Valentin Can Picafort ….).

Im Ferrer Janeiro buchten wir ein Appartment, welches nicht teurer war als das normale Zimmer, aber neben dem Schlafzimmer auch noch eine kleine Wohnküche hatte. Für uns war dies super praktisch, da wir natürlich viel mehr Platz hatten und so unsere Räder auch auf dem Zimmer stehen konnten 🙂

Die Zimmer waren schön und sauber. Die Lage des Hotels am Ende des Ortes etwas abgeschieden und nicht direkt am Meer.

Das Essen ist gewöhnlich: Buffet, viel Auswahl, teilweise gesund. Im Großen und Ganzen gut, ohne Besonderheiten.

Das Personal durchweg gut gelaunt, hilfsbereit und freundlich.

Zusätzlich verfügt das Hotel über zahlreiche angrenzende Radshops, einen Radverleih, Spa-Bereich und eigenen 25m Outdoor-Pool mit 5 Bahnen.

Wichtig jedoch zu wissen: Nur eine dieser 5 Bahnen ist permanent frei, ohne dass man reservieren muss. Für die restlichen Bahnen besteht reservierungspflicht. Ohne Reservierung – kein Schwimmen. Außer man hat Glück. Reservierungen bucht man am Besten lang im Voraus per Mail beim Hotel (Antwort kann sehr lang dauern oder auch gar nicht kommen) oder fragt bei Anreise an der Rezeption welche Zeiten noch frei sind. Leider hatten wir kein Mail-Glück, erhielten aber trotzdem am Tag unserer Ankunft noch 3 Schwimm-Zeiten die in unsere restlichen Abläufe passten.

Weiteres Plus: Sailfish unterhält genau im Hotel einen kleinen Shop und man jegliche Topmodelle der aktuellen Neoprenanzüge jederzeit testen.

Fazit: Wir kommen gern wieder hierher, es ist aber auch nicht so gut gewesen, dass wir immer wieder hier her müssten. Beim nächsten Mal würden wir wahrscheinlich ein anderes Hotel ausprobieren.

Rad-Verleih:

Wir haben uns diesmal kein Rad ausgeliehen, sondern die eigenen Räder eingepackt. Hauptgrund war der, dass wir die Zeitfahr-Position auf dem Aero-Rad trainieren und bewusst nicht mit normalen Rennrädern fahren wollten. Wir haben im Winter viel Zeit auf dem klassichen Rennrad (auf der Rolle) verbracht und für uns war es also Zeit diesen Trainingsblock auf dem Triathlon-Rad zu absolvieren.

Wenn du dein eigenes Rad mitbringen möchtest, so informiere dich vorher wie du dein Rad am Besten verpackst und welche Bedingungen deine Airline an diese Verpackung stellt. Meist reicht es als „Sondergepäck“ ein „Fahrrad“ zu buchen und dieses im Karton, in der Radtasche oder im Radkoffer zu transportieren. Die Fahrräder müssen hierfür jedoch auseinander und wieder zusammengeschraubt werden – dafür solltest du also immer etwas Zeit einplanen. Die Transporttasche wird dann mit deinen Kleidern ausgepolstert, sodass du meist keinen separaten Koffer benötigst.

Der Radtransport kostet ca. 100€ für Hin und Rückflug. Bedenke bei dieser Option jedoch dass Risiko, dass dein Fahrrad Schaden nimmt beim Flug.

Alternativ kannst du auf Mallorca fast an jeder Ecke Fahrräder leihen. Diese sind teilweise nigelnagelneu und du musst dich um nichts kümmern.

Eine Woche kostet hier ca. 100€.

Bedenke aber, dass diese Fahrräder nicht deine herkömmliche Position haben und du, wenn du empfindlich bist, auf eine neue Position mit Verspannungen reagieren kannst. Oft hilft es auch schon den eigenen Sattel einzupacken und diesen aufs Leihrad zu montieren. Immer brauchst du jedoch deine eigenen Radschuhe und deine eigenen Pedale!

Training auf Mallorca:

Wie schon erwähnt wollten Matthias und ich diese Woche nutzen um möglichst viele Trainingskilometer zu sammeln, aber dennoch zu entspannen und vom Trubel des Alltags etwas abzuschalten.

Wir hatten hierfür Begleitung von Lilo und Kathi aus unserer Fitmedmary-Triathlon-Gruppe aus Facebook und haben nicht nur zwei tolle Sportlerinnen kennengelernt, sondern auch zwei liebe Freundschaften geschlossen.

David Kiesl, unser Trainer, hat sich bei unserem Trainingsplan auch besonders viel Mühe gegeben und warnte uns schon im Vornherein, dass diese Tage sehr hart werden und wir gut durchziehen sollen.

David´s Training ist für uns immer „on point“ – er passt im Alltag unsere Trainingspläne an unsere beruflichen Herausforderungen an, setzt aber gezielt gute Trainingsreize, sodass wir uns immer 100% darauf verlassen können möglichst fit an der Startlinie zu stehen.

Solltest du dich auch für Training unter David interessieren, so schau am Besten mal hier nach Trainingsplänen.

Vom Lauf-Anfänger bis hin zum Ironman-Plan ist hier alles dabei.

Auch fürs Trainingslgaer bietet dir David einen Plan an, wir haben nach diesem trainiert.

 

Als Resümee stehen nach diesen 8 Tagen:

  •  6 volle Trainingstage, 1 Ruhetag, 2 Tage An & Abreise
  •  38.5 Trainingsstunden
  • 3 Schwimmeinheiten
  • 31h im Sattel mit 783km und 9710HM
  • 4 Laufeinheiten
  • 1,5h Athletik
  • 27 Café Solo
  • 4 Mandelkuchen
  • kein Platten
  • 2 tolle neue Freundschaften
  • 2 QOM
  •  68km/h starke Windböen
  • 1348 Fotos
  • 1 kaputte Kamera

Ruhetag:

Unseren Ruhetag haben wir in Palma verbracht. Zu viert buchten wir uns einen Mietwagen und machten uns nach unserem morgendlichen Schwimmtraining auf den Weg.

In Palma angekommen nutzten wir die Zeit für ein Mittagessen im Mise En Place (sehr gutes und gesundes Frühstück mit einer wahnsinnig leckeren Konditorei), einen Bummel durch die Altstadt und einer Stadtführung.

Kathi brachte uns auf die Idee an einer Free-Walking-Tour teilzunehmen. Einer Stadtführung, für die man keinen vorher vereinbarten Preis zahlt, sondern am Ende das gibt, was einem die Tour wert war. Diese Anbieter gibt es in vielen großen Städten und die Guides sind meist sehr motiviert um auch viel Geld zu bekommen.

Zum Abendessen entschieden wir uns für klassiche Tapas und suchten hier auf Empfehlung Buscando El Norte auf. Mallorquinischer Wein und leckere kleine Gerichte rundeten unseren Ruhetag ab und machten uns fit für die nächsten anstrengenden Radl-Tage.

Über unsere Rad-Touren liest du im nächsten Blogartikel mehr.

Mise En Place in Palma
Palma Altstadt
Palma Altstadt
Weltmeister-Eis beim Iceberg: Sorbet aus Orange und Minze
Buscando El Norte – Tapas und Wein auf Mallorca

 

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